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Last updateWed, 10 Dec 2014 10pm

Sensomotorische Erfahrung ab dem zweiten Altersjahr

Die Fortentwicklung der Intelligenz ist komplex. Sie hat ihre Grundlage in den sinnesmotorischen Erlebnissen des 2. Lebensjahres: Das Kind lernt mittels Hantieren, Beobachtung und Erfahrung die Dinge in ihrer Auswirkungsweise und Anwendbarkeit

kennen. Es erfasst Beziehungen unter den Dingen und probiert sie: Von elementarem Interesse ist das ' Ineinander ' wie noch ' Aufeinander '.

Das Aufnahmevermögen bei Bildern konzipiert sich alsbald. Zunächst werden Bilder zwar für wirkliche Gegenstände gehalten, sukzessiv, mit ungefähr zwei Jahren, verarbeitt das Kind gleichwohl den Gegensatz zwischen Bild und Wirklichkeit und kann sukzessiv kompliziertere Bildinhalte registrieren, und sogar Bilder sequenzen verstehen, bei annähernd fünf Altersjahren.

Die sensomotorischen Erfahrung sind die Grundlage der sprachlichen, ungegenständlichen Intelligenz. Ein bedeutendes Kennzeichen der Intelligenzentwicklung im Vorschulalter ist die Tauglichkeit, Korrektur allmählich mittels gedanklicher Vorwegnahme auf der Vorstellungsebene auszuüben.

Sobald die Sprache genügend beherrscht wird, tritt als wesentliches Merkmal die Begriffsbildung hinzu. Im zweiten Altersjahr formen sich zunächst übergreifende Generalisierungen, dadurch ein bestimmtes Merkmal abstrahiert wird. Mit steigernder Unterscheidung werden anschließend die Individualbegriffe gebildet, sowie zu einem späteren Zeitpunkt die Gattungsbegriffe.

Allmählich gelingt dergestalt die Ablösung des Erachtens von konkreten Sachvorstellungen. Was für eine beeindruckende Intelligenzleistung die Begriffsentstehung darstellt, veranschaulicht die Gegebenheit, daß erst anfangend mit 3 Jahren die ersten, auf Wahrnehmungsspezifika basierenden Gattungsnotationen, die so benannte perzeptuelle Begriffsbildung, gebildet werden können.

Begriffe zufolge von Beziehungen von dem eigenen Erfahrungsbereich, relationale Begriffs ausbildung, sind erst mit annäherungsweise 5 Jahren möglich. Zwischen guter Intelligenzleistung wie noch hoher Wahrnehmungsdifferenzierung besteht eine klare bejahende Zusammenhang.

Das Antesten der Denkfähigkeit im Kleinkindalter ist im Allgemeinen möglich. Die Untersuchungsbedingungen müssen freilich bestmöglich sein, um zu brauchbaren Ergebnissen zu gelangen. Die voraussagende Wichtigkeit von solchen Probenresultaten ist sehr limitiert. Die Realisierung von Untersuchungen in diesem frühen Alter ist deshalb vor allem dann indiziert, falls eine Fehlfortentwicklung abgeschätzt wird.