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Last updateWed, 10 Dec 2014 10pm

Performanzen-Entwicklungspsychologie

Die Entwicklungspsychologie ist eines der unverzichtbaren Wissenschaftsbereiche der Seelenkunde. Sie behandelt gesetzmäßige Modifikationen der Auftretens- und Erlebensweisen und der Performanzen während des menschlichen Lebens. Reifung wird hierbei als verschachtelter, progressiver Vorgang von Interaktionen und Bestimmungsfaktoren verstanden.

Die entscheidenden Bestimmungsgrößen der Umsetzung sind die Anlage, die Umwelt und die jeweilige Selbststeuerung.

Die Maßgeblichkeit der genetischen Anlagekriterien wurde nie bestritten, dagegen vor allem ehemalig stark überschätzt. Entwicklung ist mehr als das alleinige 'In Präsenz-Treten' veranlagter Attribute.

Ungleichartig als beim Tier kommt in der Fortentwicklung des Menschen dem Umgebungs- bzw. Lernfaktor eine ausschlaggebende Signifikanz zu. Die Umwelt hat unterdies mehr als alleinig eine entfachende Funktion:

Erst im Kontakt mit der Umgebung können die entscheidendsten Ausrichtungshilfen des Menschen — Sprache, Gewissen, Annäherung- und Bindungsfähigkeit sowie die Intelligenz — entwickelt und geformt werden.

Dass der Verformbarkeit vermöge der jeweiligen genetischen Veranlagung bestimmte Limitierungen gesetzt sind, konstatieren Untersuchungen über die Vitalität, die Sensibilität, die Intelligenz usw., welche deutlich machen, daß eine obere Grenze offenbar besonder durch Erbfaktoren gegeben ist.

So elementar das Zusammenspiel von Anlage und Umwelt auch ist, der Mensch ist nicht das Erzeugnis aus diesen, sondern hat — zufolge des Einzelwesens in unterschiedlicher Manifestation — die Möglichkeit, sein 'Entwicklungsschicksal' mitzugestalten.

Die selbststeuernden Tendenzen äußern sich im Willen, sein Leben nach ausdrücklichen Zielen oder Plänen zu systematisieren, sich selbst zu verwirklichen, bestimmte Lebensumstände zu steuern und nach eigenen Vorstellungen zu formen.

Die Entwicklungspsychologie steht in einem prägnanten Informationsaustausch mit allen substanziellen Wissenschaften vom Menschen: Sie stützt sich auf Einsichten der Vererbungslehre, der Lehre vom Menschen, der vergleichenden Ethologie und kolaboriert mit der Allgemeinen, der Lern-, der Sozial- und anderen Wissenschaftszweigen der Psychologie. Ihre Forschungsresultate werden vorrangig der pädagogischen Psychologie und der psychologischen Beistandsarbeit zu Grunde gelegt.