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Last updateWed, 10 Dec 2014 10pm

Emotionale und soziale Verhaltensweise

Die Entwicklungspsychologie wendet diverse Methoden an, um zu ihren Forschungsresultaten zu gelangen. Essentiell ist hierbei, dass infolge geeigneter Anwendung höchstmögliche Unbefangenheit erzielt wird.

Eine zentrale Methode ist die Verhaltensbeobachtung in der naturgemäßen Situation; adäquate Resultate ergeben sich hier jedoch lediglich, für den Fall, dass die zu erfassenden Verhaltensweisen bewusst und systematisch wahrgenommen, wennmöglich ferner protokolliert werden.

Die Verhaltensrekognoszierung erstreckt sich im Normalfall auf eine begrenzte Dauer. Spezialfälle sind die Dauerobservation und das Urne Sampling (Urnenmodell, Zufallstichprobe). Vor allem emotionelle und soziale Verhaltensweisen sowie Spiel- und Wirkungsformen werden mit dieser Routine erfasst.

Die Verhaltensbeobachtung unter kontrollierten Voraussetzungen setzt eine Untersuchungs- und eine gleichartige Kontrollgruppe voraus. Erst auf Grund des Vergleichs der beiden Gruppen mag verzeichnet werden, welche Reaktionen zufolge der kontrollierten Bedingungen zustandegekommen sind.

Versuche in der Entwicklungspsychologie sind insbesondere die Leistungs- und Prüfprobeläufe, vermöge derer zahlenmäßig verständliche Leistungen gemessen werden sollen.

Immer wieder werden sie durch ein Explorationsgepräch ergänzt, um näheren Zugang in die Gründe des Handelns zu bekommen. Eine zusätzliche Opportunität, zu entwicklungspsychologisch relevanten Ergebnissen zu gelangen, ist die Analyse werturteilsfreier Gebilde und die Fragenkatalogroutine.

Zur Untersuchung von Änderungen in der Zeit wird die Querschnittfunktion (Erhebung und Vergleich von verschiedenen Altersgruppen) und die Längsschnittmethode (kritische Auseinandersetzung von Einzelindividuen über längere Zeitdauer) oder gleichfalls eine Kombination der beiden Routinen angewendet.

Die zentralen Merkmale der Entwicklungsverläufe sind die Differentiation (Verfeinerung von Funktionen), die Eingliederung  (Beziehungszusammenhänge synthetisieren), Zentralisation (verstärkt zentrale Regulierung des Verhaltens und Regression des vermöge Koinzidenz initiiteren Reagierens), Ausprägung von Anordnungen in allen psychischen Bereichen ebenso wie Festigen von Angewohnheiten, Eigenschaften, Gesinnungen und Geisteshaltungen.