Softskills24 Com

Softskills for your job and personal growth

Tue05222018

Last updateWed, 10 Dec 2014 10pm

Marketingpolitische Grundsatzentscheidung

Der Markt als Existenzraum der Firma läßt sich in einen Beschaffungsmarkt (Arbeits-, Warenbeschaffungs- und Kapitalhandelsplatz) und Absatzmarkt klassifizieren. Der Absatzhandelsplatz stellt die Summe solcher Bedarfsträger dar, an die sich die Unternehmung als potentielle Abnehmer ihrer Performanz wendet.

Zwischen der Unternehmenspräzens und dem Marktplatz findet  eine Wertzirkulation (Waren- und Geldströme) statt, der durch spezielle Kommunikationsströme unterstützt wird. Wie pluralistisch die Beziehungen einer Unternehmensorganisation zum Handelsplatz sind, zeigt die Visualisierung seiner Marktplatzpartner.

Man unterscheidet dabei vorgelagerte (Arbeitnehmer, Provider, Kapitalgeber), nebengelagerte (Marktbegleiter, Allgemeinheit) und nachgelagerte Umschlagplatzpartner (Absatzhelfer, Agenten, Bedarfsträger).

Für die Bestimmung der Handelsplatzgröße spielen die Begriffe Marktfassungsvermögen, Handelsplatzpotential und Marktplatzkapazität eine große Rolle. Die Beziehung bei Marktplatzvolumen und Umschlagplatzpotential bringt den Sattheitsgrad eines Marktplatzes zum Ausdruck.

Zur Begutachtung der Stellung einer Firma im Vergleich zu Mitbewerbsorganisationen muß der Marktanteil ermittelt werden. Umschlagplatzanteilsentwicklungen sind ein wichtiges Indiz für die Standfestigkeit der Organisation im Handelsplatz.

Der Übergang vom Verkäufer- zum Käuferumschlagplatz kann als die Geburtsstunde des neuzeitlichen Marketing angesehen werden. Dieser Übergang in der Marktplatzsituation machte eine Neuausrichtung in der Firmaspolitik unvermeidlich. Es folgte eine Entsagung von der Fabrikationsausrichtung und eine Hinwendung zur Kunden- bzw. Marketingorientierung.

Am Startpunkt des gesamten Unternehmensorganisationsverfahrens steht die Marketingforschung. Erst auf der Basis der somit ermittelten Information wird die Anwendung der absatzpolitischen Tools im Sinne eines bestmöglichen Marketing-Mix intendiert.

Einer Unternehmenspräsenz stehen bei der Suche neuer Sales- und Gewinnchancen vier ausschlaggebende Marktstrategien zur Verfügung: Marktplatzpenetration, Umschlagplatzausdehnung, Besiedlung von Umschlagplatzlücken und Diversifikation.

Darüberhinaus zählt gleichfalls die Marktsegmentierung zu den marketingpolitischen Grundsatzentscheidungen. Die Handelsplatzsegmentierung als Teilhandelsplatz-Strategie verschafft der Unternehmenspräsenz, anstelle eines inferioren und bedrohten Anteils am Gesamtmarkt, eine starke Position in den ausersehenen Segmenten.

In der Praxis hat die geografische und speziell die demografische und psychografische Handelsplatzsegmentierung eine große Geltung erlangt. Als gesonderte Segmentierungsstrategien unterteilt man die intensive und differenzierte Marketingstrategie.