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Wed05222019

Last updateWed, 10 Dec 2014 10pm

Das übersteigerte Sicherheitsbedürfnis des Managers

Beim Führungsstil nimmt das Unzweifelhaftigkeitsbedürfnis (Maslow) Wirkung auf das Managerverhalten. Zur Veranschaulichung der Reaktionen des Sicherheitsbedürfnisses

auf das Managerverhalten wenden wir einen Extremkontext an: das übersteigerte Sicherheitsbedürfnis des Managers.

Je danach aus welcher Landeskultur ein Entscheider herkommen mag, die entweder stärker in Richtung Bestimmbarkeit oder Voraussagung geprägt ist, wird der Entscheider stärker oder weniger markant in Richtung Gewissheit neigen.

Sein Auftreten würde von Gedanken gelenkt sein, die die Prognostizierbarkeit von Vorkommnissen zu Fokus haben. Situationen, die außer der Reihe vorkommen oder Überraschungen oder Unvorhersehbares sind ihm abhold.

Modifizierungen an Organisationen oder organisatorischen Ausführungen (siehe weiterhin 'Change Management') bereiten ihm Widrigkeiten. Emotional volatil, pendelt er zwischen Bedrohungsgefühl und Heidenangst. Er sucht einen Ankergrund, Altbekanntes oder alte Bekanntschaften (network) und versucht, die von ihm empfundene Dysbalance erneut auf ein gleiches zu legen.

Sieht er mögliche Änderungen auf sich zukommen, wird er suchen, sie zu bekämpfen, ihnen aus dem Wege zu gehen, sie abzufangen oder die Verwicklungen der Korrekturen so weit wie machbar einzuschränken. Dieser Leiter schwelgt in Kontinuität, Neuerungen vermag er überhaupt nicht leicht zu ertragen, geschweige denn zu stützen.

Zur Förderung seines Bedürfnisses nach Klarheit und Festigkeit hat er sich ein breites Arsenal an unnachsichtigen Regelungen, Vorschriften, Angewohnheiten und Prinzipien angeschafft. Seine Erfahrung hat gezeigt, dass Innovationen meist sehr viel Arbeit beherbergt mit sich bringt, Umdenken benötigt und er aus seiner Bequemlichkeitszone sich bewegen müsste, um den Ansprüchen zu genügen.

Manche Erlebniss mögen ihm gleichfalls gezeigt haben, das Neuschöpfungen in Durcheinander und Chaos enden, falls sie scheitern. Demgemäß steht er ihnen mit Ungläubigkeit gegenüber, und wendet verschiedene Defensivstrategien an, um dem empfundenen Wagnis des Wandels auszuweichen.

Die Auswirkungen eines solchen Managementhandelns auf sein Umfeld (Mitarbeiter, peers und Vorgesetzte) liegen auf der Hand.