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Wed05222019

Last updateWed, 10 Dec 2014 10pm

Persönlichkeitsanordnung und deren Fortentwicklung

Wir streben an, uns der Fragestellung zu nähern: In wie weit ist die Persönlichkeitsanordnung und deren Fortentwicklung von den Philosophien eines Menschen bedingt? Um uns zu dieser Gelegenheit anzunähern, müssen wir in andere Fakultäten ausweichen, hier: in die Psychoanalytische Theorie und die sich daraus konzipierte Transaktionsanalyse.

Wir gehen davon aus, dass sich die Eigenart eines Menschen bedeutsam gründend auf drei verschiedene Faktoren entwickelt:

Bestimmter Erbfaktoren

Sozialer Umkreis

Selbststeuernde Neigungen

Betrachtet man das Verhalten eines Menschen und versucht man dessen Eigenart über die gemachten Wahrnehmungen und dem observabelen Gebaren zu bestimmen, so müssen wir uns bewusst sein, dass wir alleinig Rückschlüsse ziehen können.

Das, was außen gezeigt wird, ist nur ein Erscheinungsbild, eine Fassade. Dynamik und Schwächen, die wir aufnehmen und die jedem Menschen in andersartiger Weise anhaften, lassen solche Rückschlüsse zu.

Dem Wesen selbst sind dessen Unzulänglichkeit mehr oder weniger bewusst. Je bewusster selbige sind, umso mehr "Überdenken" hat es damit. Im Individuum gehen psychologisch-emotionale Vorgänge vor, wie:

Schamgefühl und Selbstvorwürfe, Verdrängungen, Sublimationen, Rationalisierungen und weiters mehr. Die in der Persönlichkeitsentfaltung gefestigten Einstellungen stellen eine für das Wesen konstitutive idealisierte Persönlichkeitsanordnung dar.

Im Spannungsverhältnis zwischen dem Ideal-ich und dem Ego in der Selbstkenntnis werden bewusst gewordene Schwächen transformiert, so zum Vorzeigebeispiel: ausbleibende Durchsetzungsfähigkeit in ein Anstreben nach Konformität, oder aus mangelndem Erfolg wird Anspruchslosigkeit, Aggression wird in lässigem Wettkampf sublimiert, Pfennigfuchserei wird als Sparsamkeit umdeutet.

Damit wir gegenüber anderen "beharren" können (unter Rücksicht bspw. auf unser Schamgefühl) konstruieren wir Fassaden, die Wirkung auf unser Verhalten nehmen. Bezogen auf das Führungshandeln kann man damit vier prinzipielle Typen herausarbeiten, die in Kombination eine Polarität aufweisen:

Abstandsgebaren vs. der Suche nach Intimität

tonangebendes Gebaren kontra Enthaltung