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Last updateWed, 10 Dec 2014 10pm

Lehrgang Gesamtschau Lerntechniken

Erinnerung - der multipele Speicher

Lehrgang Gesamtschau Lerntechniken

In jede Augenblick nimmt der Organismus über seine Sinnesorgane (Augen, Ohren etc.) tausende von Empfindungen aus einer unermeßlichen Vielzahl äußerer Stimuli auf.

Seine Wahrnehmungskanäle würden mit diesen Sinneseindrücken überfrachtet, seine Aufnahmefähigkeit ausweglos überfordert, gäbe es nicht die geerdete Ausfilterung solcherlei Rezeptionen. Insofern wird der größte Teil dieser Kognitionen innerhalb kürzester Zeit beseitigt und vermachen dabei keine Spuren. Nur einige gelangen über einen längeren Zeitabschnitt in ins Gedächtnis.

Ultrakurzzeitgedächtnis

Erst einmal gelangen Rezeptionen in das Ultrakurzzeitgedächtnis. Da bleiben Sie für ca. zwei bis max. 20 Sekunden. Falls sie nicht an das Kurzzeitgedächtnis weitergereiche werden, gehen sie unrettbar verloren.

Ein Exempel: Die Unheilspsychologie lehrt uns, dass ein eintretender Schock (als Schutz der Psyche) zur Ausmerzung von Unfallereignissen führt. Derartige verlorene Kognitionen lassen sich weder mithilfe hypnotischer Maßnahmen noch vermöge intensives Nachdenken reproduzieren.

Ultrakurzzeitgedächtnis leistet den stützenden Dienst, einmal angefangene Handlungen fortzuführen, bspw. eine Stiege zu besteigen oder den Bücherbord zu putzen. Ultrakurzzeiterinnerung arbeitet auf der Ebene der Sinneskognitionen (-organe), ohne dass wir dessen gegenwärtig werden.

Die über die Sensorischen Organe eintreffenden Eindrücke schwirren als elektrische Schwachströme bzw. als Schwingungen im Nervensystem.

Kurzzeitgedächtnis

Ausgewählte Eindrücke rufen chemische Dynamiken im Gehirn hervor. Dies passiert bei Erlebnissen die sehr konzentriert sind oder bei solchen, die mit deutlichen Gefühlen verbunden sind. Ebenfalls solche, die unsere starke Neugierde herbeiführen oder außergewöhnlich lange fortdauern und wiederholt werden, synthetisieren chemische Veränderungen.

Sowie Sie vor einem Vorfall etwas Besonderes gegessen haben oder regulär an einem Wochentag das Gleiche dinieren, werden Sie esentsinnen können. Kurzzeitgedächtnis reicht unterdies für einige Minuten, bis Stunden und auch Tage. Damit diese Informationen in das Langzeitgedächtnis übernommen werden, müssen sie präsent gehalten werden, bspw. durch Auffrischung/Iteration.

Langzeiterinnerung

Nicht selten betrachten wir das, was wir aus Langzeiterinnerung abermals entwickeln können, als Erinnerung. Unsere Merkfähigkeit scheint im Allgemeinen grenzenlos zu sein. Wir sind im Stande, ein ein Leben lang (Neues) lernen, und wir können das Erlernte zu behalten. Die Verankerung von Rezeptionen und Informationen im Langzeiterinnerung erfordert mehr als Iteration (Wiederholung).

Wohl erreichen wir die Weiterleitung der Daten an  Kurzzeitgedächtnis mit Repetition, aber Langzeiterinnerung benötigt weiters die Verarbeitung dessen. Zur Ausführung gehören: die Strukturierung (Klassifizierung) und ein methodisches Erschaffen von Sinn- und Ausdeutungszusammenhängen. Ein Mittel zu diesem Zweck ist die sog. 'progressive Abstraktion'.

Mit ihr bestimmt man Informationskonstituenten und verbindet sie über Signifikanz- oder Kausalzusammenhänge miteinander. Wir erhalten dabei eine Gedankenorganisation, wie bspw. eine Pyramide, in der die getrennten Abstraktionshöhen abgebildet sind.

GedächtnistechnikI

Task

Verfassen Sie für jeden Gedächtnisbereich min. zwei Exempel für das, was Sie darin jeweilig behalten.